„Ich bin ein Kind der Kommunalpolitik“ 02.04.2025

Nicht nur, dass er dort seinen Startpunkt für die Politik entdeckte, als er zuerst in der Jungen Union war und 2001 in die CSU eintrat, auch heute noch findet der Markt Erlbacher Werner Stieglitz, dass man weiterhin nah an der Gemeinde sein soll; daher ist er immer noch zweiter Bürgermeister seines Wohnortes.  Im Atrium der Bomhardschule wurde das aktuelle Mitglieds des Bayerischen Landtages vom Schulleiter Philipp Specht vorgestellt, bevor er den beiden Klasse der FOS 12 „zur Verfügung stand“. Zuerst referierte er ca. 20 Minuten, anschließend konnten die Jugendlichen Fragen stellen. Dies alles fand im Rahmen des Projektes „Politik macht Schule“ statt, d. h. Abgeordnete des Landtages „schenken“ eine Unterrichtsstunde. Nachdem der geplante Termin sehr knapp vor der Bundestagswahl hätte stattfinden sollen, entschied man sich, diesen nach hinten, auf Ende März zu verschieben.

Bei seiner Vorstellung merkte man schon, wie authentisch der 45 Jährige ist. Er erzählte sehr persönlich von seiner Familie (zwei schulpflichtige Kinder) und was er nach der Schule gelernt hat; er absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse. Im Jahr 2014 wechselte er dann hauptamtlich zur CSU; schon immer war er politisch interessiert und ist nun seit der Wahl in Bayern seit 2023 im Landtag. Er wurde – darauf ist er besonders stolz – direkt gewählt! Wenn er von seinem Alltag berichtet, spürt man seine Motivation, obgleich die Woche oft 80 oder 90 Stunden Arbeit erfordert. Von Dienstag bis Donnerstag weilt er in der Landeshauptstadt, wo viele Gespräche mit Vereinen und Verbänden oder Sitzungen auf ihn warten, während von Freitag bis Montag die „Basisarbeit“ zuhause wartet.  Für Stieglitz „liegt dort die Wiege der Demokratie“.

Nachdem er sehr anschaulich und verständlich von seiner Arbeit erzählt, bei der er eigentlich „immer im Dienst ist“, stellt er sich den Fragen aus dem Publikum. Dabei kommen Personen wie Trump, Putin, Merz sowie Söder oder Themen wie Ukraine-Krieg, Handelsstreit mit USA oder Bundeswehr zur Sprache. Viele kluge Fragen der Bomhard Schüler zeigen deren großes Interesse an den aktuellen Geschehnissen. Immer wieder betont der Kommunalpolitiker, „dass wir eine neue Dynamik brauchen!“ Dies gelte für viele Bereiche: Verteidigung oder Sanierung der Infrastruktur. Er empfahl den Zuhörern: „Engagiert euch, es muss ja nicht nur unbedingt in der Politik sein!“ Er rief dazu auf, dass nicht nur die Politik, sondern ebenso die Bevölkerung Antworten auf die bereitstehenden Probleme finden muss. Bis weit in die Pause hinein gab es interessante Fragen der Jugendlichen.

 

 


Text: Ralf Lischka
Bilder: Ralf Lischka

Dieser Artikel erscheint im Bereich: Allgemein